Fanfarenzug

Entstehung

Im Oktober 1970 wandte sich der ehemalige Fanfarenzug des Kinderfestausschusses Lindau-Reutin, der zwischenzeitlich dem Musikverein Lindau-Reutin e. V. angeschlossen worden war, an die Narrenzunft mit der Bitte um Aufnahme. Dieser Fanfarenzug, in einer weiß-blauen Phantasieuniform mit Barett und weißer Feder, spielte am 11.11.1970 erstmals als Gruppe der Narrenzunft. Nachdem sich aber die meisten Mitglieder dieses Zuges der strengen Zunftsatzung nicht unterwerfen wollten, trennte sich die Narrenzunft im Jahre 1971 wieder von diesem Fanfarenzug. Drei Mitglieder dieses Fanfarenzuges, der Maschinenschlosser Michael Boschner, der Gärtner Walter Lehner und der Feinmechaniker Ernst Praedl, blieben jedoch bei der Zunft und bauten innerhalb kürzester Zeit einen neuen, zunfteigenen Fanfarenzug auf. Im Oktober 1971 trat der neugegründete Fanfarenzug erstmals in der Öffentlichkeit auf. Am 11.11.1971 präsentierte sich der „Lindauer Fanfarenzug erstmals in seiner neuen Uniform.

 

Altes Gruppenbild Fanfarenzug

Gruppenbild aus den Anfangsjahren

Symbolik

Zu jeder Narrenzunft gehört ein Klangkörper, sei es eine Narren- oder Schalmeienkapelle, eine "Lumpen- oder Katzenmusik" oder ein Fanfarenzug. Die Narrenzunft entschloss sich zum Aufbau eines Fanfarenzuges





Fanfarenzug der Narrenzunft Lindau / B.

Eingesetzte Instrumente
Fanfare

Naturtrompete

Einfache Naturtrompeten sind bei einer Vielzahl antiker Völker wie etwa Ägyptern, Griechen, Etruskern, Römern, Kelten und Germanen belegt. Auch in Asien wurde das Instrument verwendet, u. a. in Indien, China und Tibet. Typischerweise wurden Naturtrompeten in der Antike insbesondere für liturgische und militärische Anlässe eingesetzt. Im frühen Mittelalter wurde das Instrument in seiner langgestreckten Form (Fanfare) überwiegend für militärische oder höfische Zwecke genutzt. Die Kunst des Biegens von Metallrohren, die in der Antike bekannt war, war zu diesem Zeitpunkt verloren gegangen und wurde erst um 1400, kurz vor Beginn der Neuzeit, wiederentdeckt. Seit dieser Zeit haben Naturtrompeten meist eine gewundene Form. In der Renaissance entstand die Kunst des Clarinblasens und die Naturtrompete spielte eine zunehmend größere Rolle in der Musik dieser Epoche. Die wichtigste technische Verbesserungen der damaligen Zeit waren Züge, die das Stimmen des Instruments erlaubten. Aus einer Weiterentwicklung des Stimmzuges entstand die Busine, von der sich das Wort Posaune ableitet. Insbesondere in Nürnberg entstanden berühmte Trompeten-Manufakturen, die die europäischen Höfe belieferten. Ihren Höhepunkt erlebten die Naturtrompeten zur Zeit des Barock, als Komponisten wie Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach außerordentlich anspruchsvolle und schwierige Stücke für die Barocktrompete schrieben. Die Musiker mussten damals Noten außerhalb der Naturtonreihe allein durch ihre Lippenstellung (das so genannte Clarinspiel) oder allenfalls mit Hilfe primitiver Klappen erzeugen. Mit der Erfindung des Ventils für Blechblasinstrumente um 1815 wurde es möglich, lückenlose chromatische Tonleitern zu erzeugen, was zu einem raschen Ende der Kunst des Clarin-Blasens führte und die Naturtrompete wieder auf einfache Anwendungen wie militärische Signalgebung oder als Post- oder Jagdhorn reduzierte.
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Landsknecht

Landsknecht

Landsknecht

Parade

Parade





Fanfarenzug der Narrenzunft Lindau / B.

Unsere Uniform

Gemäß einem Zunftratsbeschluss erhielt der Fanfarenzug das gleiche Gewand wie die damalige Schanzengarde.

Die Grundidee hierzu war, die alten Lindauer Stadtknechte wieder aufleben zu lassen. Früher umgaben viele Schanzen den Lindauer Stadtkern. Noch heute sind u. a. die Lindenschanze und die Gerberschanze erhalten. Diese Schanzen wurden von den Mitgliedern der Gildezünfte und auch von den Stadtknechten verteidigt. Die Stadtknechte waren angeworbene Söldner, meistens schweizer Abstammung.

Der Fanfarenzügler trägt somit bis heute einen etwas über die Hüfte hinausreichenden, grünen, geraden Tuchkittel, der an den Seiten geschnürt wird. Die armlangen Puffärmel sind einmal abgeschnürt, grün-weiß geflammt und gehen unterhalb des Ellenbogens in einen geraden Ärmel über. Der untere Saum des Kittels und die Ärmelenden sind weiß eingefasst. In der Mitte der Brust ist das etwa 20 Zentimeter große Zunftwappen, die siebenblättige Narrenlinde, auf weißem Wappenschild befestigt. Die Seitenblätter sind abwechselnd in rot, blau, gelb, während der Stamm und das oberste Blatt grün ist. Zu diesem Kittel wird eine schwarze, bis unter die Knie reichende Überfallhose getragen, die vom unteren Abschluss bis etwa zur Schenkelmitte weiß geflammt ist. Weiße Wollkniestrümpfe und schwarzes Schuhwerk vervollstänigen die Uniform.

Fanfarenzug im UmzugFanfarenzug im Umzug

Kopfbedeckung

Zu dieser „Stadtsknechtuniform“ wird ein schwarzer, breitkrempiger Hut getragen, an dessen Vorderseite eine silbrige Zierschnalle und an dessen rechter Kopfseite eine weiße Feder befestigt ist. Links an der etwas hochgestellten Hutkrempe ist das Gruppenabzeichen angesteckt.

schwarzer, breitkrempiger Hut



Fanfarenzug der Narrenzunft Lindau / B.

Unser Proberaum

Viele Jahre lang probte der „Fanfarenzug der Narrenzunft Lindau“ zweimal wöchentlich in der Luitpoldkaserne auf der hinteren Insel. Da die Stadt Lindau jedoch im Jahr 1998 die Kaserne verkaufte und das gesamte Gebäude saniert wurde, mußte ein neuer Proberaum gefunden werden.
Während der monatelangen Suche wurden diverse Objekte besichtigt, deren Verwirklichung jedoch meistens an den finanziellen Mittel scheiterten.
Durch einen Zufall gerieten wir im Sommer 1999 über unseren damaligen Zunftmeister Herbert Baldauf an Herrn Diesner von der Firma Kunert. Diese bot uns dann im Kunertareal die ehemaligen Sozialräume über der damaligen Werkskantine an. Der Zecher Pfarrer Gruber überzeugte die Anwohner, und so hatten wir im Lindauer Stadtteil Zech eine neue Bleibe gefunden. Nach den etwa vier Monate andauernden Umbauarbeiten konnte das neue Vereinsheim in der Fasnacht 2000 eingeweiht werden.
Leider bekamen wir im Jahr 2007 pünktlich zum Ende der Fasnacht die Kündigung unserer Vereinsräume auf dem Kunertareal, die wir ein Jahr später geräumt haben mußten.
Nach einer längeren Pause bekamen wir Unterschlupf in den Vereinsräumen ‚D‘ bayr. Bodenseer e.V.‘ in der Holdereggenstrasse und mittlerweile in den neuen Vereinsräumen am Schulzentrum.

Geprobt wird 1-2x die Woche, zusätzlich werden bei Bedarf Anfängerstunden und Stimmproben angeboten.





Fanfarenzug der Narrenzunft Lindau / B.

Wie man uns erreichen kann

per Post:

Bei Fragen oder Anregungen könnt Ihr uns unter folgender Adresse erreichen:

Narrenzunft Lindau e.V.
Narrenhäusle
Bregenzerstr.10
88131 Lindau

Oder per E-Mail:

Anfragen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Vögtin Frenzi Budai: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Vizevogt Jürgen Lösch: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.
Spielleiter Lukas Garofalo: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Internetredaktion Franziska (Frenzi) Budai : Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.